Vor gut 13 Jahren hatte ich zum ersten Mal mit den engagierten Frauen von VINAPHUNU zu tun. Damals war ich frischgebackener Geschäftsführer des Verbands für interkulturelle Arbeit in Berlin und machte mir ein Bild von der Vielfalt der im VIA geleisteten Arbeit, in dem ich mich auf mein Rad schwang und jeden Verein besuchte. Im Club Asiaticus umfing den Besucher auch am alten Standort immer gleich eine familiäre Atmosphäre. Man war quasi in einem vietnamesischen Haus mitten in Berlin. Hauptkommmunikationsort dieses Hauses war und ist die Küche. (mal ganz zu schweigen davon, dass die Hausherrin auch noch eine exzellente Köchin ist). Von den besonderen Aktionen und Erlebnissen künden heute wie damals die Fotoalben der Familie, die von erlebnisreichen Reisen in die ganze Welt ebenso künden wie von den familiären Festen anlässlich des Neuen Jahres oder des Besuchs wichtiger Gäste und Freunde der Familie. Zum 10.Geburtstag von VIAPHUNU kam dann auf uns als Dachverband die erste große Herausforderung zu. Wir bieten allen unseren Vereinen Unterstützung u.a. in der Öffentlichkeitsarbeit – Frau Thu und ihre Tochter fragten mich damals angesichts ihrer eigenen bescheidenen Ressourcen, ob ich nicht bei der Erstellung einer zweisprachigen Broschüre helfen könnte und ich sagte zu. Es war eine abenteuerliche Aktion, die vietnamesischen Schriftzeichen in korrekter Form auf dem Computer zu setzen. Wir hatten auch sehr viel Spass mit den Fehlern aufgrund falsch gesetzter Häkchen, Punkte und Striche, die jeweils den gemeinten Worten andere Bedeutungen verliehen.

Mittlerweile haben die Frauen von VINAPHUNU sowohl ihre Öffentlichkeitsarbeit selbst hervorragend im Griff und sind ein vorbildliches Projekt für andere Community-Initiativen mit der Vielzahl qualitativ hochwertiger Angebote wie einer umfassenden Bibliothek, Kursangeboten für Groß und Klein (vom Vietnamesisch-Kurs für Kinder bis zum Kochkurs für auf die Vietnam-Küche neugierige deutsche BerlinerInnen) oder der Tanzgruppe. Nicht vergessen werden soll die alltäglich geleistete Hilfe beim Gehen eigener Schritte in der oft unübersichtlichen Welt der Verwaltung für vietnamesische Frauen. Und wenn es auch manchmal unlösbar scheinende Probleme sind, die die Frauen in den Club Asiaticus führen, so finden sie doch wenigstens immer ein offenes Ohr.

Wir als VIA werden weiterhin unseren Beitrag dazu leisten, dass wir auch in den nächsten zwanzig Jahren auf die vietnamesischen Powerfrauen vom Prenzlauer Berg bauen können.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Thu!

Holger Förster

Geschäftsführer

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Verband für interkulturelle Arbeit (VIA)
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