Liebe Frauen von VINAPHUNU,

herzliche Glückwünsche zum 20 sten und zu Eurer erfolgreichen Arbeit bei VINAPHUNU.

Ich erinnere mich noch sehr gut an den Anfang im Jahr 1991– es war auch ein gemeinsamer Anfang von VINAPHUNU und mir.

Thu und ich haben uns bei der Gründungsfeier des Interkulturellen Frauenzentrums S.U.S.I. getroffen. Damals hatte ich gerade bei der Senatsverwaltung für Arbeit und Frauen zu arbeiten begonnen. Ich hatte u. a. die schöne und angenehme Aufgabe, nach der Wende und dem Zusammenschluss von Ost- und Westberlin den Aufbau einer Fraueninfrastruktur in den Ostberliner Bezirken zu unterstützen, insbesondere den Aufbau von Projekten für Migrantinnen. Es ging dabei nicht nur um die Entwicklung inhaltlicher Konzepte, sondern auch um die notwendige finanzielle Unterstützung der Frauenarbeit.

Thu hat mich sofort mit ihrer Begeisterung für ein Projekt für vietnamesische Frauen angesteckt.

Es sollte dabei um die Begleitung der in Berlin lebenden Vietnamesinnen nach der „Wende“ gehen, dem Zurechtfinden in einem neuen Alltag, in der veränderten Stadt, in einer anderen „Welt“. Und dabei um die speziellen Probleme und Fragen der vietnamesischen Frauen und Mädchen. Dazu gehörten z. B. soziale und rechtliche Beratung und Unterstützung. Und, was ganz wichtig war und natürlich auch noch ist: es sollte ein Treffpunkt werden für Austausch und Dialog und um das Angebot kultureller, vor allem mit der vietnamesischen Kultur verbundener, Veranstaltungen, Workshops, Ausstellungen usw.

Das ist, wie wir wissen, auch gelungen.

Wenn ich heute zum Tet-Fest oder zu anderen Veranstaltungen von VINAPHUNU gehe, treffe ich viele vietnamesische Frauen und auch Frauen aus anderen Kulturkreisen, die miteinander feiern, diskutieren und natürlich essen. Hervorragendes Essen ist ein Markenzeichen für VINAPHUNU. Ich habe die vietnamesische Küche vor Ort kennengelernt. Thus und die Kochkünste der Mitköchinnen können sich daran messen.

Ich treffe viele von den Alten und viele neue junge und alte Frauen. Und mittendrin immer auch Thu. Ich habe den Eindruck, dass VINAPHUNU für viele Frauen und Mädchen zu einer kleinen Heimat geworden ist.

Ich danke Thu, Titi, Constanze, Katharina, Hoa, Ha, Van, Lanh, Thuy, Nhung, Hien, Csilla, Gerlinde… und den vielen anderen Frauen, die sich so lange schon engagieren für die Interessen der Vietnamesischen Frauen und Mädchen.

Viel Glück und Vergnügen für die Zukunft wünscht Euch allen

Karin Bergdoll

Berlin, 7.2011

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