Als ich vor zehn Jahren ein „Vorwort“ zu unserer Broschüre anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Projektes „VINAPHUNU“ schrieb, findet sich darin folgender Satz:

„„Geboren“ im „Jahr der Ziege“ hat das Projekt „VINAPHUNU“ noch nicht den vollen Tierkreiszyklus durchlebt. Ich bin mir aber sicher, dass mit dem Engagement seiner Projektleiterin Frau Thu, dem ihr zur Seite stehenden Vorstand des Vereins „Club Asiaticus“ und der Unterstützung von Senat und Bezirk noch einige Zyklen bevorstehen.“

VINAPHUNU“ ist dabei die zweite Runde zu in ein paar Jahren zu vollenden. „VINAPHUNU“ ist sozusagen erwachsen geworden.

Das Projekt hat seinen Platz gefunden und ist auch nicht mehr aus der interkulturellen Arbeit wegzudenken.

Es ist wie in einer Familie! Gäste werden willkommen geheißen. Hilfesuchenden wird geholfen und wenn es etwas „eng“ wird rücken wir eben zusammen. Inzwischen lernen die Kinder der Gründergeneration vietnamesisch sprechen und kochen. Wer hätte das vor 20 Jahren gedacht. In den Räumen des Club Asiaticus befindet sich die größte Freihandbibliothek vietnamesich-sprachiger Literatur in Berlin.

Wie in einer langjährigen Beziehung kennt man sich: Verein, Vorstand, Freunde und Förderer, ProjektteilnehmerInnen und MitstreiterInnen und alles natürlich unter der führenden Hand unserer Projektleiterin Frau Thu – einer Institution! Wie in einer langjährigen Ehe muss man sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen, damit es nicht langweilig wird. Frau Thu und ihre MitstreiterInnen lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen. So verleiht das Projekt mit Thu an der Spitze auch dem IKH dem Interkulturellen Haus in der Schönfließer Straße immer wieder neue Impulse.

Wie in einer langjährigen Ehe wünscht wünscht man sich nicht nur Kinder – Eines ist mir so lieb wie das Andere – aber die „Xinh Company“ möchte ich Doch herausheben, sondern auch, dass die Jungen in die Fußstapfen der Alten treten, neue Ideen entwickeln, neue Wege suchen und gehen. Dies wird die Aufgabe der nächsten Jahre werden.

Mir war es vergönnt den Weg des Projektes von Anfang an bis heute zu begleiten. Vielen Dank, liebe Thu, für viele interessante, schöne aber auch manchmal anstrengende Stunden.

Vielen Dank auch an jene ohne die das Projekt so wie es heute ist nicht möglich und existent wäre. Stellvertretend für die vielen Freunde, Helfer und Förderer möchte ich mich bei dieser Gelegenheit bei der der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Technologie und Frauen, dem Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration, dem Bezirksamt Pankow und seiner Migrantionsbeauftragten, dem Kulturamt Pankow, dem VIA Regionalverband Berlin/Brandenburg, der GSE, der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Arzinger & Partner für die langjährige Unterstützung bedanken. Danke natürlich den vielen Frauen für ihre Mitarbeit, ihren Fleiß, ihre Hilfsbereitschaft und ihre unendliche Geduld mit uns Männern.

Ich weiß nicht ob man in Vietnam die „Silberhochzeit“ feiert. Wir sollten es – in fünf Jahren – tun!

Stefan Girnus

Club Asiaticus

Vorsitzender

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